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    Branding Stars – der Tanz um das beste Branding

    Branding Stars – der Tanz um das beste Branding

    Logo der Branding Agentur CUENCO
    Fotografie einer Frau, die im Bademantel in der Badewanne sitzt und Nudeln isst
    7. Mai 2021 |

    Branding Stars – der Tanz um das beste Branding

    Blickt an euch selbst herab. Aus wie vielen Marken setzt sich euer heutiges Outfit zusammen? Auf welchem Device lest ihr diesen Artikel, wer ist der Hersteller? Habt ihr heute schon Kaffee getrunken? Woher stammt der? Wer verkauft ihn?

    Fragen ĂŒber Fragen, Marken ĂŒber Marken.

    Weiterlesen [4 Minuten]

    Marken gibt es bekanntlich wie Sand am Meer. Schon im Jahr 2007 lagen die SchĂ€tzungen der tĂ€glichen Markenkontakte jeder einzelnen Person bei 5000. Wie viele es im Jahr 2021 sind, möchte man sich nicht ausmalen. Klar ist, dass viele der Kontakte nur beilĂ€ufig wahrgenommen werden und nicht in unserem GedĂ€chtnis verankert bleiben. Der Erfolg der wenigen big player zeichnet sich durch viele Ähnlichkeiten aus. Sie sind etablierte Begleiter*innen unseres Alltags und wir haben sie in unsere Lebensgestaltung integriert. Doch wie kann es so weit kommen und wer darf sich mit dem besten Branding rĂŒhmen? Findet es heraus:

    Die Paradebeispiele

    — Apple
    Wenn man an Apple denkt, hat man sofort klares Design und einfache Nutzung im Kopf. Der Slogan des Unternehmens aus dem Jahr 1997 „Think different“ schwingt dabei bis heute in sĂ€mtlichen Entwicklungen mit. Ein minimalistischer Ansatz, der alle Werte der Marke kombiniert und ein GefĂŒhl vermittelt, das man unbedingt selbst erleben möchte. Apple ist kein reiner Technologieprodukt-Hersteller. Die Produkte von Apple zu favorisieren ist eine Lebenseinstellung.

    — Nike
    Nikes Mission lautet: »To bring inspiration and innovation to every athlete in the world.« In einem weiteren Satz stellt das Unternehmen klar, dass jede Person, die einen Körper hat als Athlet*in gilt. Damit schafft Nike absolute Inklusion, weit ĂŒber den Sportsektor hinaus. Mit dem Slogan „Just do it“ wird die Marke abgerundet. Niemand fĂŒhlt sich ausgeschlossen und jede*r kann Fan von Team Nike werden. Markenentwicklung auf höchstem Niveau.

    — Patagonia
    Über Patagonias Mission Statement haben wir bereits gesprochen. Genauso eindrucksvoll ist die Aussage des Patagonia-GrĂŒnders Yvon Chouinard ĂŒber das Marketing des Unternehmens: »Marketing is easy at Patagonia. We just tell people who we are, and the rest just works.« Die Tatsache dass etwas einfach so funktioniert, ist dabei keinem Zufall zuzuschreiben. Der Erfolg der Marke Patagonia liegt in deren Markenentwicklung. In ihrer werteorientierten Herangehensweise und der wiederholten Betonung ihrer Weltanschauung, hat es die Marke Patagonia geschafft eine Community aus Ă€hnlich gestrickten Personen aufzubauen. Kombiniert mit qualitativ hochwertigen Produkten ist das Ganze, wie Yvon Chouinard betont, fast ein SelbstlĂ€ufer.

    Differenzierung entsteht durch Relevanz

    Sich von der Konkurrenz nur durch Produkt- oder Dienstleistungsmerkmale zu unterscheiden funktioniert nicht mehr. Man muss relevant sein, um sich durchzusetzen, genau wissen, wen man erreichen möchte und alle Optionen effizient nutzen, um dies zu tun. Relevanz entsteht dabei durch geteilte Ansichten. Damit findet jedes Unternehmen findet seine Community, solange es weiß wofĂŒr es steht und diese Anschauungen transparent kommuniziert. Vergleichbar ist dies mit Geschehnissen in der Dating-Welt: Wenn es passt, passt es. Wenn nicht, kann man es noch so sehr versuchen, es wird niemals harmonieren.

    Was in den 1980ern noch durch ein paar tausend investierte Dollar in traditionelle Werbung oder gute PR wett gemacht werden konnte, zieht heute einfach nicht mehr. Konsument*innen haben uneingeschrĂ€nkten Zugang zu Informationen ĂŒber Marken und sind dadurch kritischer denn je. Der SchlĂŒssel zum Erfolg lautet heute demnach Relevanz durch Transparenz, QualitĂ€t und geteilte Werte.

    Einmal Erste*r, immer Erste*r?

    Das Fundament eures Brands entsteht durch die Markenentwicklung. Diese kann zwar als ein in sich abgeschlossener Prozess angesehen werden, ist aber nicht in Beton gegossen. Daraus entwickelt sich in weiterer Folge euer Branding: Eine stetige AusfĂŒhrung eurer Markenentwicklung durch unterschiedliche Kommunikationsmaßnahmen. So wie sich eure Maßnahmen weiterentwickeln und sich an aktuelle Anforderungen anpassen, so verĂ€ndert sich auch eure ursprĂŒnglich entwickelte Marke. Das kann sich in kleinen Adaptionen zeigen oder zum ganzheitlichen Rebranding werden. Eure Marke ist nicht starr oder unantastbar. Das bedeutet auch, wer heute mit seinem Brand ganz vorne steht, kann morgen schon wieder weg vom Fenster sein. Branding Stars hat also mehr als nur eine Staffel.

    Und der Sieg geht an 


    Ihr seht, das beste Branding gibt es per se nicht. WĂŒrde es sich tatsĂ€chlich um Branding Stars handeln, mĂŒssten wir sagen: Jede Brand gewinnt in ihrer Community. Durch die Vielfalt an Brands ist ein heterogenes Bild der Markenlandschaft entstanden, in der jede Person ein passendes Match finden kann. Im Tanz um das beste Branding gewinnen also immer die idealen Partner*innen einander.

    Ihr wollt eine Zugabe zum Thema Branding?
    Hier geht’s lang.

    Das Meeting eures Lebens

    Das Meeting eures Lebens

    Lange Diskussionen ohne konkreten Outcome, unverschĂ€mtes Überziehen der geplanten Meetingzeit, unnötige Aussprachen ĂŒber Dinge, die auch per Mail oder per Slack geklĂ€rt werden können.

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    NewsflĂ€sh Vom HĂŒgel

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    Als Kind wollte sie BlumenpflĂŒckerin werden. Und heute? Macht sie genau das. Margrit De Colle hat sich ihren Traum erfĂŒllt und ist die erste BIO BlumenbĂ€uerin Österreichs.

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    Brand Sprint 101

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    Der Brand Sprint ist unser Vorzeigeprodukt. Wir haben viel Leidenschaft und harte Arbeit in diesen Workshop gesteckt, um euch eine Form der Zusammenarbeit zu bieten, die sich durch höchste QualitÀt auszeichnet.

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    Tu weniger, erreiche mehr

    Tu weniger, erreiche mehr

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    Fotografie einer Frau, die im Bademantel in der Badewanne sitzt und Nudeln isst
    15. April 2021 |

    Tu weniger, erreiche mehr

    Das klingt zwar wie ein Widerspruch in sich, ist aber das genaue Gegenteil. Weniger zu tun schafft Raum, mehr zu erreichen. Wie das geht verraten wir euch:

    Im Arbeitsalltag warten viele von uns jeden Tag auf den Abend, jeden Wochentag auf das Wochenende, jedes Wochenende auf den nĂ€chsten Urlaub usw. – ihr kennt das. Was wir jedoch oft außer Acht lassen, ist der Fokus auf das Wesentliche. Es ist nicht nötig sich den eigenen Alltag mit Aufgaben und ausstehenden Erledigungen vollzustopfen, um Abends das GefĂŒhl zu haben, etwas erreicht zu haben. Im Gegenteil: Es erschöpft und lenkt uns von den wirklich wichtigen Dingen ab.

    Weiterlesen [5 Minuten]

    Das Highlight eures Tages

    Um Ablenkung vorzubeugen sollte Ordnung in euren To-do-Listen herrschen. Anstatt stĂ€ndig kleine TĂ€tigkeiten zu notieren, die euch tagsĂŒber in den Sinn kommen, nehmt euch vor dem Beginn eures Arbeitstages bewusst Zeit. Teilt den Tag in verschiedene Blöcke ein und setzt PrioritĂ€ten. Findet euer persönliches Highlight des Tages. Darauf konzentriert ihr euch an diesem jeweiligen Tag besonders. Das bedeutet nicht, dass ihr sonst keine Aufgaben abschließt. Der Gedanke wĂ€re schlichtweg unrealistisch. Euer Tagesablauf hat natĂŒrlich unterschiedliche Herausforderungen und seine Einteilung ist abhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸenordnung des Tageshighlights. Dennoch: Ein Punkt auf eurer To Do Liste lĂ€sst euren Fokus automatisch auf exakt dieses Projekt gleiten. Sobald das abgehakt ist, widmet ihr euch dem nĂ€chsten. So erreicht ihr viel mehr, ohne Überforderung zu spĂŒren.

    Wichtig ist, dass ihr euer Tageshighlight aufschreibt. Ob digital oder analog ist dabei nicht relevant. Der entscheidende Faktor liegt in der Sichtbarkeit eures Tageshighlights. Speichert es euch als Hintergrund auf dem Smartphone oder klebt ein Post-it auf euren Kaffeebecher. Welcher Platz euch persönlich auch zusagt, stellt sicher dass ihr euer Tageshighlight nicht aus den Augen verliert.

    Lust auf Tomaten?

    Uns ist klar wie kompliziert es sein kann, jeden Tag auf nur ein Highlight einzugrenzen. Wenn euch diese Herangehensweise nicht zusagt oder es euer Job nicht erlaubt in der Vogelperspektive zu denken ohne Details zu vernachlĂ€ssigen, haben wir eine weitere Möglichkeit fĂŒr euch. Mit der Pomodoro-Methode könnt ihr mindestens genauso effizient arbeiten, wie durch die Tageshighlight-Methode. Der Unterschied liegt darin, dass ihr euch Highlights fĂŒr verschiedene Abschnitte sucht.

    Das funktioniert so: Ihr setzt euch ein Ziel, auf das ihr 25 Minuten lang eure volle Aufmerksamkeit legt. Ihr lasst euch weder von einem eingehenden Anruf, noch von dem Signalton einer neuen E-mail ablenken. Um vor lauter Tunnelblick nicht die Zeit zu ĂŒbersehen, stellt ihr euch einen Timer oder Wecker. Nach 25 Minuten nehmt ihr euch eine kurze Pause und atmet durch. Dann geht es weiter mit dem nĂ€chsten Task. Das macht ihr ingesamt vier Mal, bis es auch schon wieder Zeit ist eine grĂ¶ĂŸere Pause einzulegen. Der Vorteil dieser Methode liegt und der Tatsache, dass ihr effizienter an Aufgaben arbeitet und bewusster Pausen einlegt. Ihr habt weniger Multitasking betrieben, mehr erreicht und fĂŒhlt euch ausgeglichener. Besser geht’s nicht, oder?

    Es geht um die Balance

    Weniger zu tun, bedeutet also nicht gĂ€nzlich auf To-do-Listen zu verzichten. Wir wollen euch hier eben nicht ermutigen eure Tage auf der Couch zu vergeuden. Denn es steht fest, dass zu viel Zeit, oder anders formuliert, zu wenig Arbeit auch nicht gut fĂŒr unsere mentale Gesundheit ist.

    Jake Knapp hat dies wie folgt zusammengefasst:
    Wenn wir mit Überfluss konfrontiert werden, zerbricht unser mentaler Rahmen fĂŒr den Umgang mit dieser Ressource, und wir drehen durch.

    Jake hat Recht. Es geht um die Balance zwischen Über- und Unterforderung. In unserer schnelllebigen Welt tendieren wir jedoch eher zu Überforderung, bevor wir den Zustand der Unterforderung erreichen. Langfristig fĂŒhrt das im schlimmsten Fall allerdings zu einem totalen Shot-Down unserer physischen sowie mentalen KrĂ€fte. Deshalb tut weniger und erreicht mehr. Wenn ihr weitere AnstĂ¶ĂŸe braucht, wie ihr bewusste Pausen in euren (Arbeits-)Alltag einbauen könnt, haben wir noch folgenden Tipp fĂŒr euch:

    Eine App die euch das Nichtstun lernt

    In Zusammenarbeit mit der Hochschule fĂŒr bildende KĂŒnste Hamburg richtet das Museum fĂŒr Kunst und Gewerbe Hamburg derzeit eine Ausstellung zum Thema »Schule der Folgenlosigkeit: Übungen fĂŒr ein anderes Leben« aus. Die Ausstellung sollte eigentlich derzeit öffentlich sein und Scharen an Besucher*innen anlocken, doch wir alle wissen was dazwischen kam. Kurzum hat das Museum deshalb eine App entwickelt, die Museums-Liebhaber*innen die Ausstellung auf das eigene Smartphone bringt.

    Der Nutzen der App zeigt sich in den vielen Übungen, Aufgaben und informationellen Inhalten, ĂŒber die man die Kunst des Nichtstuns spielerisch erlernen kann. Expert*innen-Interviews bieten dazu noch eine weitere Quelle der Inspiration fĂŒr il dolce far niente. Unbedingt ausprobieren!

    Das Meeting eures Lebens

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    Lange Diskussionen ohne konkreten Outcome, unverschĂ€mtes Überziehen der geplanten Meetingzeit, unnötige Aussprachen ĂŒber Dinge, die auch per Mail oder per Slack geklĂ€rt werden können.

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    NewsflĂ€sh Vom HĂŒgel

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    Als Kind wollte sie BlumenpflĂŒckerin werden. Und heute? Macht sie genau das. Margrit De Colle hat sich ihren Traum erfĂŒllt und ist die erste BIO BlumenbĂ€uerin Österreichs.

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    Brand Sprint 101

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    Der Brand Sprint ist unser Vorzeigeprodukt. Wir haben viel Leidenschaft und harte Arbeit in diesen Workshop gesteckt, um euch eine Form der Zusammenarbeit zu bieten, die sich durch höchste QualitÀt auszeichnet.

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    Wie lebt es sich im Neuen Land? Im Interview mit Verena Pausder

    Wie lebt es sich im Neuen Land? Im Interview mit Verena Pausder

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    Fotografie einer Frau, die im Bademantel in der Badewanne sitzt und Nudeln isst
    23. MĂ€rz 2021 |

    Wie lebt es sich im Neuen Land?

    Verena Pausders Buch Das Neue Land* ist derzeit in aller Munde. Mit ihrem ersten Werk schafft die Autorin eine Anleitung zur Weiterentwicklung eines gesamten Landes. Ermutigend fĂŒr alle, die tatsĂ€chlich etwas verĂ€ndern wollen und verstĂ€ndlich fĂŒr diejenigen, die VerĂ€nderungen skeptisch gegenĂŒberstehen. Wir haben uns das Unternehmerbuch des Jahres 2020 genauer angesehen.

    Weiterlesen [7 Minuten]

    Wie es jetzt weitergeht

    So lautet nicht nur der Untertitel des Buches, sondern auch die Mission, die Pausder mit ihrem Buch vertritt. OmniprĂ€sente Innovation hat Fragen zu den Themen Digitalisierung, Klimaschutz, Chancengerechtigkeit und vielen weiteren Aspekten des gesellschaftlichen Zusammenlebens hervorgebracht, mit denen wir uns intensiv auseinandersetzen mĂŒssen, um zu sehen wie es jetzt weitergeht. Als fortschrittlicher globaler Westen, wie wir uns so gerne bezeichnen, besteht Handlungsbedarf. Denn so progressiv wie wir uns gerne geben, sind wir lĂ€ngst nicht mehr. Das Neue Land mag eine Motivation zur Demokratiebelebung fĂŒr Deutschland sein, gilt deshalb aber nicht weniger fĂŒr die Denkweisen hierzulande.

    Verena Pausder denkt nicht in Problemen, sondern in Lösungen.
    Handelsblatt

    Jetzt heißt es anpacken

    Die Autorin geht stets mit guten Beispiel voran. Zu ihren bisherigen Projekten zĂ€hlt die GrĂŒndung des Vereins Digitale Bildung fĂŒr Alle e.V., der sich intensiv dafĂŒr einsetzt, Kindern digitale und problemlösende Kompetenzen zu vermitteln. Durch die Initiative #stayonboard möchte Pausder helfen, Personen in Vorstandspositionen Familienauszeiten zu ermöglichen und trotzdem ihr Mandat zu behalten. Ausschlaggebend dafĂŒr waren die Geschehnisse rund um Westwing-GrĂŒnderin Delia Lachance, die aufgrund ihres Mutterschutzes ihr Vorstandsmandat niederlegen musste. Auch die Pandemie konnte dem Tatendrang von Pausder nichts anhaben: Im letzten Jahr rief sie kurzum die Plattform homeschooling-corona ins Leben, die als Sammlung digitaler Bildungsinhalte fungiert.

    Mit Das Neue Land entwickelte Pausder jedoch kein Selbstverwirklichungs-Manifesto, sondern eine Anleitung zum Nachdenken, zum Umdenken. Die Autorin schreibt dabei motivierend und doch konsequent, warum es jetzt gilt anzupacken. Das Neue Land, von dem sie spricht, ist ideell gesehen schon vorhanden, die Umsetzung seines Potenzials steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.

    »Worauf warten wir? Dass die Zukunft doch nicht kommt? Wir mĂŒssen die Krise als Chance begreifen, den Turbo zu zĂŒnden.«
    Verena Pausder

    Mit Vollgas in die Zukunft

    Pausder gibt in ihrem Buch Tipps fĂŒr die unterschiedlichsten Gesellschaftsbereiche. Im Folgenden möchten wir euch einen kleinen Einblick in die diskutierten Bereiche geben. Wir betonen gleichzeitig die unĂŒbersehbare Relevanz der Thematik des Buches mit der Bitte, euch ein eigenes davon zu machen. Am besten gleich bei der Buchhandlung eures Vertrauens bestellen*!

    Bildung
    Im Neuen Land, von dem die Autorin spricht, gibt es nur noch fließende Grenzen zwischen digitalen und analogen Lerninhalten. Der Unterricht könnte auch weiterhin, zumindest teilweise, zuhause stattfinden, um die digitalen Kompetenzen der Schuler*innen zu fördern. Gleiches gilt fĂŒr analytisches Denken, das wie bisher insbesondere ĂŒber Sprachkenntnisse in Latein vermittelt wurde. Der Fokus liegt im Neuen Land auf dem Programmieren. Logisches Denken spielerisch zu lernen, statt acht Stunden tĂ€glich Frontalunterricht zu erleben, lautet die Devise.

    Wirtschaft
    FĂŒr Das Neue Land schafft Pausder einen Fokus auf die sogenannte triple-bottom-line. Eine Orientierung von Unternehmen, die ĂŒber den eigenen Profit hinausgeht und auch soziale und ökologische Ziele einbezieht. Nachhaltige Unternehmen sollen außerdem die Möglichkeit haben in einer neuen rechtlichen Gesellschaftsform, der nGmbH, zu agieren. Nachhaltigkeit, wofĂŒr das n vor GmbH steht, wird dabei durch aktive CO2-Reduktion, Unternehmensbeteiligung der eigenen Mitarbeiter*innen und eine fixe jĂ€hrliche prozentuale Spende des Umsatzes garantiert.

    Politik
    Auch fĂŒr die Politik hat die Autorin einige revolutionĂ€re ÄnderungsvorschlĂ€ge. Zum einen soll die Amtszeit von Abgeordneten in Deutschland auf maximal zwei Legislaturperioden begrenzt werden. Zum anderen schlĂ€gt sie vor mehr Expert*innen aus der Privatwirtschaft durch ein Politician-in-Residence Programm in die Politik zu holen. Die Anmeldung wĂŒrde ĂŒber eine eigene Plattform, auf der sich Interessierte beider Seiten austauschen können, erfolgen.

    Was Pausder mit Das Neue Land kritisch darstellt, ist eine Vision eines digitalisierten, innovativen Zusammenlebens eines Landes, das aktiv in die Zukunft blickt und Verantwortung ĂŒbernimmt. Die Blase des Wohlstands in Deutschland droht zu platzen, weshalb alle BĂŒrger*innen Teil des Weiterentwicklungsprozesses sein sollten. Wie vorhin schon erwĂ€hnt: Selbiges gilt fĂŒr uns Österreicher*innen. Und „Schau ma mal“ ist da keine Option.

    Die Lage in Österreich

    Die Autorin schreibt in ihrem Appell an die Gesellschaft, dass es in Deutschland wenige Startups mit einer Bewertung von ĂŒber einer Milliarde Euro gibt. Die sogenannten Einhörner haben ihren Sitz meist in den USA oder China. Und Österreich? Tja, die Lage ist ernst. So ernst, dass wir, ebenso wie Pausder es ĂŒber ihr Heimatland Deutschland sagt, eine Armee an Beamt*innen ausbilden, anstatt bereits an Schulen innovatives Denken und neuartige Herangehensweisen zu fördern. Wir haben zwar AnwĂ€rter*innen auf den Einhorn-Titel, doch auch einiges an Kommunikationsbedarf. Hierzulande halten sich GrĂŒnder*innen oft lange im Hintergrund, statt mit ihren Ideen an die Öffentlichkeit zu treten. Wie bei unserem Nachbarland Deutschland ist das in Österreich wohl auch der Tatsache geschuldet, dass man Zukunftsvisionen immer noch mit ZurĂŒckhaltung gegenĂŒbertritt.

    Die wachrĂŒttelnde Rede aus Das Neue Land sollten wir uns deshalb ebenso zu Herzen nehmen, wie unsere Nachbar*innen. Vergleicht man die beiden LĂ€nder in Bezug auf ihre Zukunftsorientierung, schneiden wir Österreicher*innen gesamtheitlich gesehen nicht schlecht ab. Unser kleines Land ist durchaus nicht zu verachten, wenn es um Entwicklungen im Digitalisierungssektor geht. Dennoch haben wir erst kĂŒrzlich bewiesen, dass es oft gute Ideen gibt, die an der konkreten AusfĂŒhrung scheitern. *hust* Kaufhaus *hust*. Es ist also an der Zeit mit dem typisch österreichischen Jammern aufzuhören und gemeinsam an einer Gesellschaft der Zukunft zu arbeiten, die auf Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Chancengleichheit setzt.

    Verena Pausder als Person

    Die Digitalisierungsexpertin machte ihre ersten Erfahrungen als Unternehmerin mit 19 Jahren, als sie zusammen mit ihrer Schwester 1999 eine Sushibar in Bielefeld eröffnete. Schon damals hatte sie innovative Herangehensweisen, wie zum Beispiel das Sushi fĂŒr Ostwestfalen. Darunter verstand man Sushi ohne Fisch, denn der war im damaligen Bielefeld dem Fleisch weit untergeordnet. Nach einem Finanzstudium und einer Anstellung bei JP Morgan hat sie ihr Herz an die digitale Welt verloren und sie seit 2007 nicht verlassen. Zahlreiche erfolgreiche GrĂŒndungen und viele innovative Ideen brachten ihr 2016 den Titel des »Young Global Leader« durch das Weltwirtschaftsforum. Über sich selbst sagt Pausder, sie sei eine meinungsstarke Frau, die sich einmischt.

    Wir wollten noch mehr ĂŒber Das Neue Land und Verena Pausder persönlich erfahren und haben uns an die Autorin gewendet:

    Verena Pausder ist mittlerweile zum eigenen Brand geworden. Was ist aus deiner Sicht wichtig fĂŒr erfolgreiche Markenentwicklung?
    Dass Produkt oder Person wirklich glaubwĂŒrdig sind, und dass man schnell sieht und erzĂ€hlen kann, welches relevante Problem man löst. Wenn ich als GrĂŒnderin von intelligenten Spiele-Apps fĂŒr Kinder ĂŒber digitale Bildung in Schulen rede, dann hört man mir zu, weil man weiß, dass ich inhaltlich Expertise habe, aber auch, dass mich das Thema wirklich persönlich bewegt.

    Groß zu denken erfordert Mut und viel Engagement. Welche Tipps hast du fĂŒr Jungunternehmer*innen, die gerade ganz am Anfang stehen?
    Einfach mal machen. In »Das Neue Land« beschreibe ich ja, dass auch bei mir nicht jede GeschĂ€ftsidee sofort funktioniert hat. Mit Mitte 20 habe ich eine Salatbar-Kette eröffnet, die ich nach weniger als einem Jahr wieder dicht machen musste. Davon habe ich mich aber nicht entmutigen lassen und ein paar Jahre spĂ€ter war das nĂ€chste Unternehmen erfolgreich. Durch die Projekte, die nicht klappen, lernt man auch das Handwerkszeug fĂŒr den spĂ€teren Erfolg.

    Du sagst es reicht nicht Probleme nur zu benennen. Es geht um das Tun. Da stimmen wir vollkommen zu, doch wo kann jede*r Einzelne deiner Meinung nach anfangen, einen Beitrag zu leisten?
    Es geht darum, dass alle in ihrem Umfeld loslegen. Der Vater, der sich mit IT auskennt und kurzerhand das WLAN an der Schule repariert; die Nachbarin, die die leer stehende Kneipe in ein stĂ€dtebauliches Lokallabor umfunktioniert; die Unternehmerin, die ein digitales Betreuungsangebot fĂŒr die Kinder der Mitarbeiter*innen finanziert. Mir geht’s darum, dass wir von der Seitenlinie aufs Spielfeld wechseln, also dass wir nicht im Anspruchsdenken gegenĂŒber »der Politik« stecken bleiben, sondern auch mal gucken, was kann ich, jetzt, hier, sofort besser machen.

    Als absolute Expertin in Sachen Digitalisierung bist du in der digitalen Welt verankert. Was in deinem Berufsalltag oder Privatleben machst du trotzdem lieber analog?
    Privat: Lesen. Auch wenn ich E-Reader auf Reisen praktisch finde, nehme ich zuhause lieber ein echtes Buch in die Hand. Beruflich greife ich oft in Telefonaten noch klassisch zu Stift und Zettel, um mir Notizen zu machen. Das hilft mir, besser zuzuhören und lenkt mich weniger ab, als immer vor dem Laptop zu sitzen.

    Das Neue Land ist ein Appell an Deutschland. Wie ordnest du die Zukunftsorientierung anderer europÀischer LÀnder ein?
    Auch wenn ich »Das Neue Land« als Deutsche mit Blick auf mein Umfeld geschrieben habe, glaube ich, dass viele der VorschlĂ€ge auch in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern anwendbar sind. Viele unserer Nachbarn stehen bei Digitalisierung, Gleichberechtigung oder Klimaschutz ja vor sehr Ă€hnlichen Herausforderungen. Die Impulse sind auch ĂŒbertragbar, weil ich im Buch ja keine Gesetzes-Paragraphen fĂŒr neue Policies vorschlage, sondern simple Ideen vorstelle, die wir als Gesellschaft umsetzen können.

    Wie wĂŒrdest du Das Neue Land in 3 Worten zusammenfassen?
    Rede – Zukunft – Machen

    *Buchtipp: Verena Pausder: Das Neue Land. Wie es jetzt weitergeht.
    https://verenapausder.de/dasneueland/

    Das Meeting eures Lebens

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    Das Meeting eures Lebens

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    Foto eines jungen Mann, der sich Klopapierrollen wie FernglÀser vor das Gesicht hÀlt

    Das Meeting eures Lebens

    Lange Diskussionen ohne konkreten Outcome, unverschĂ€mtes Überziehen der geplanten Meetingzeit, unnötige Aussprachen ĂŒber Dinge, die auch per Mail oder per Slack geklĂ€rt werden können. Das klingt alles andere als effizient. Ist es auch nicht, weshalb wir hier Tipps fĂŒr eure Austauschprozesse haben, die jedes einzelne Meeting zum Meeting eures Lebens machen. Ihr glaubt uns nicht? 

    Weiterlesen [7 Minuten]

    Worauf ihr ab jetzt verzichten könnt

    Auf all die nervigen Details eurer bisherigen Meetings. Jene, die wir bereits erwĂ€hnt haben und alle weiteren, die wir vielleicht gar nicht bedacht hĂ€tten. Das Thema der Ineffizienz von Austauschprozessen haben wir schon mal angeschnitten. Was wir damals jedoch noch nicht erwĂ€hnt haben, ist der Hauptgrund warum so viele Meetings scheitern: Menschen sind nicht dafĂŒr gemacht einfach nur zu reden. Wir brauchen Anleitungen, Richtlinien, greifbare Materialen. Ein Setting, in dem wir all unsere Sinne einbringen können.

    Teamwork makes the dream work

    Klingt abgedroschen, ist aber so. Das hat auch einen wichtigen Grund, da die meisten Meetings Teamwork nicht berĂŒcksichtigen. Es braucht ernst gemeinten Zusammenhalt des Teams. Das ist die Basis fĂŒr gelungene Kommunikation, sowohl intern, als auch extern. Erreichen kann man dies am ehesten durch die Einbringung verschiedenster Perspektiven. Ein Tipp wĂ€re, fĂŒr gewisse Meetings Personen aus dem Unternehmen einzuladen, deren Abteilung nicht am Projekt beteiligt ist. So erhĂ€lt man einen neuen Blickwinkel auf die eigenen Schaffensprozesse. Sozusagen einen Blick von außen, aber von innen. Praktisch, findet ihr nicht? 😉

    »Meetings let us play with ideas, solve tough problems together, and feel like a team. That’s basically the entire reason I come to work in the first place!« Braden Kowitz, Co-Founder Range

    Der Weg ist das Ziel

    WĂ€hrend Meetings werden Meinungen ausgetauscht, die Köpfe rauchen und die Anstrengung ist groß. Es braucht daher jemanden, der die Gruppe im Zaum hĂ€lt. Jemanden der darauf achtet, dass nicht ĂŒberzogen wird, jede*r zu Wort kommt und die Themen diskutiert werden, weswegen das Meeting eigentlich stattfindet. Bestimmt diese Rolle noch vor Beginn des Meetings, stellt sicher, dass alle im Raum darĂŒber Bescheid wissen und vergewissert euch, dass sich alle Beteiligten damit wohlfĂŒhlen.

    ZusĂ€tzlich könnt ihr euch verschiedenen Tools bedienen, die den Ablauf des Meetings effizienter gestalten. Miro ist dafĂŒr euer bester Partner. Dort können Informationen gesammelt werden, die nicht perfekt angeordnet sein mĂŒssen, um Sinn zu ergeben. Es ist der Platz fĂŒr weitlĂ€ufige Braindumps, fĂŒr erste Scribbles und Schlagwörter. Ein hierarchisch gegliedertes Dokument könnt ihr bei Bedarf im Anschluss an das Meeting zusammenfĂŒgen. Das bietet gleich einen doppelten Vorteil: Einerseits sind die wichtigsten Ergebnisse des Meetings bereits klar. Andererseits braucht es fĂŒr deren Zusammenfassung nicht das ganze Team, sondern nur wenige Teammitglieder, welche die Ergebnisse in einem Dokument sammeln und aufbereiten. Effizienz pur.

    Mehr Vorbereitung, weniger Nachbereitung

    Ihr möchtet eure Kolleg*innen von eurer neuen Idee ĂŒberzeugen und bereitet eine PrĂ€sentation vor? Cool. Noch cooler wĂ€re es aber, wenn ihr ihnen eure Idee zeigt. Ihr braucht keinen Prototyp zu basteln, aber ĂŒberlegt euch wie ihr eure Gedanken fassbar machen könnt. Verwendet Requisiten. Zeigt die Details. Sprecht frei und setzt auf Bildmaterial. Vermittelt ein GefĂŒhl. Eure Kolleg*innen werden besser verstehen was ihr ĂŒbermitteln wollt und es bringt eine willkommene Abwechslung in den konstanten Einsatz von Powerpoint-Folien.

    Entscheidung gut, alles gut

    Nach einer gelungenen PrĂ€sentation aller Ideen der Meeting-Runde solltet ihr darauf achten, dass ihr euren gemeinsamen Termin nicht mit den Worten »Super Ideen hatten wir heute.« beendet. Es braucht klare Entscheidungen und Zuordnungen von TĂ€tigkeiten. Ansonsten wird durch mangelnde ZustĂ€ndigkeiten der beste Einfall dennoch zum Reinfall. Organisiert Projektteams, vergebt konkrete (Teil-)Aufgaben und setzt noch wĂ€hrend dem Meeting eine Deadline fĂŒr die Umsetzungen. Bedenkt dabei, das nicht nur fĂŒr die großen Ziele zu tun. Oft scheitert es an den Details, die ĂŒbersehen wurden. Auch wenn es noch so pingelig erscheinen mag: Findet ein Enddatum fĂŒr jede Aufgabe.

    40 Minuten, ab jetzt

    40 Minuten, so lange dauert ein gratis Zoom-Call mit mehreren Personen. Wir wollen hier keine Werbung fĂŒr Zoom machen, aber der Gedanke ist prinzipiell nicht schlecht. UnabhĂ€ngig von der GrĂ¶ĂŸe eures Teams, sollte es völlig ausreichen in 40 Minuten eine Entscheidung zu treffen. In unserem Sprint-Denken ist das schon das Doppelte an Zeit, das wir fĂŒr die Entscheidungsfindung investieren. Schneller geht also immer. Was man dabei dennoch nicht vergessen darf, ist die Effizienz der getĂ€tigten BeschlĂŒsse. Lasst euch von der tickenden Uhr nicht einschĂŒchtern. Wenn ihr etwas mehr Zeit braucht ist das ok, ihr seid schließlich euer eigener Wecker. Gewöhnt euch nur nicht daran an auf snooze zu drĂŒcken, denn dann wĂ€re der Sprint-Gedanke obsolet.

    Wie Meetings auch remote funktionieren

    Apropos Zoom. Derzeit finden wohl die meisten Meetings in unseren Homeoffices statt. Das muss kein Effizienzdefizit bedeuten. Nur weil es einfach ist, schnell ein virtuelles Meeting zu eröffnen und mehrere Leute zusammenzubringen, bedeutet es allerdings nicht, dass keine Strategie dahinter steckt.

    FĂŒr ein erfolgreiches Remote-Meeting solltet ihr auf folgende Aspekte achten:

    • Implementiert alle bisher genannten Tipps auch in eure Remote-Meetings und passt sie gegebenenfalls an euer konkretes Setting an.
    • Setzt ein klares Ziel fĂŒr jedes Meeting und notiert dies in der Einladungsmail oder im Kalendereintrag, sodass alle Beteiligten es deutlich sehen können.
    • Beginnt das Remote-Meeting mit ein paar Minuten, in denen alle Teilnehmer*innen nochmal ĂŒber eure schriftlich zusammengefasste Zielsetzung lesen können. Das garantiert, dass alle auf dem gleichen Wissensstand sind.
    • Haltet alle Entscheidungen schriftlich fest. HierfĂŒr könnt ihr ebenfalls Miro oder ein anderes Tool heranziehen. Durch eine Verschriftlichung schafft ihr die Möglichkeit, den virtuellen Prozess nochmal Revue passieren zu lassen. Ihr könnt das Meeting auch aufnehmen und im Anschluss als Video zur VerfĂŒgung stellen. Eine schriftliche Zusammenfassung sollte trotzdem zusĂ€tzlich erstellt werden.
    • Streicht das Wort »dringend« aus eurem Wortschatz. Dringlichkeit ist der Tod von kreativen EinfĂ€llen und hilft euch fĂŒr diesen konkreten Moment im Treffen mit den Kolleg*innen nicht weiter. Betont stattdessen lieber den Grund, warum Dringlichkeit entstehen könnte. Das schafft ein gemeinsames Ziel, statt empfundenen Druck.

    Ob remote oder vor Ort im gemeinsamen BĂŒro: Meetings sind Teil des Arbeitsalltags. Mit unseren Tipps seid ihr nun bestens ausgestattet, um das Level an Effizienz in euren zukĂŒnftigen Meetings stark zu steigern. Macht alle Meetings zum Meeting eures Lebens. Wir wĂŒnschen viel Erfolg!

    Das Meeting eures Lebens

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    Marketing + Branding: Es ist kompliziert

    Marketing + Branding: Es ist kompliziert

    Logo der Branding Agentur CUENCO
    Fotografie einer Frau, die im Bademantel in der Badewanne sitzt und Nudeln isst
    9. MĂ€rz 2021 |

    Marketing + Branding:
    Es ist kompliziert

    Es ist die komplizierte Geschichte eines Paares, das nicht unterschiedlicher sein könnte. Wie bei Pommes und Ketchup steht allerdings fest, dass die beiden zusammengehören. Kompliziert wurde die Beziehung erst durch die stĂ€ndige Verwechslung von Branding und Marketing und der synonymen Verwendung beider Begriffe. Wir werden dieses MissverstĂ€ndnis nun ein fĂŒr alle Mal aufklĂ€ren:

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    Branding sind die Pommes, Marketing ist das Ketchup

    Ohne Pommes greifen wir nicht zum Ketchup. Genauso sollte es auch beim Marketing sein. Im Unternehmenskontext zeigt sich dennoch meist ein anderes Bild: Viele denken nach der Produktentwicklung oder der Finalisierung ihres Dienstleistungsangebots zuerst an Marketing. Wie sie ihre Produkte und Dienstleistung in die Öffentlichkeit bringen und erfolgreich vermarkten steht im Vordergrund. Das ist absolut verstĂ€ndlich, schließlich möchte man auch Gewinne erzielen. Davor braucht es allerdings ein maßgebliches Fundament fĂŒr das Marketing und alle weiteren Kommunikationsmaßnahmen: Branding.

    Branding ist nicht Marketing, da es viel tiefer ansetzt. Branding beschreibt die Kernbotschaft eures Brands, es beschreibt eure Werte, eure Weltanschauung, das wofĂŒr ihr steht. Um bei den Pommes zu bleiben, könnt ihr es euch so vorstellen: Ihr seid die Kartoffel, die sich in viele leckere Pommes aufteilen möchte, die ihr euren Kund*innen weitergebt. Dabei bestimmt ihr nicht völlig autonom, wie ihr euren Brand entwickelt. Assoziationen mit eurer Marke werden euch auch von eurer Community zugeschrieben. Ihr könnt entscheiden, dass ihr knusprige Riffelpommes sein wollt, wenn euch eure Kund*innen aber eher als wĂŒrzige Gitterpommes sehen, dann kommt Marketing in’s Spiel.

    Ihr schafft die Basis, dann vermarktet ihr sie

    Wenn ihr euch mit Marketing auseinandergesetzt habt, sind euch sicher schon einige Kennzahlen und Messmethoden begegnet. Im Branding geht es hingegen viel stĂ€rker um persönliche Wahrnehmung, um IndividualitĂ€t und AuthentizitĂ€t. Es gibt kein Rezept zum Erfolg, das ihr einfach anwenden könnt. Was demgegenĂŒber garantiert zu langfristigem Erfolg fĂŒhrt, ist Transparenz und ehrlicher Enthusiasmus, statt aufgesetztem Werbejargon. Diese erreicht ihr durch folgende Zutaten fĂŒr euer Branding:

    — Kreiert euer Leitbild
    Die Relevanz eines klaren Leitbildes haben wir hier schon diskutiert. In dieser Schaffensphase geht es vorrangig darum, euch selbst und eure AktivitĂ€ten zu hinterfragen. Warum habt ihr euer Unternehmen gegrĂŒndet? „Um Gewinne zu erzielen“ ist hier nicht die richtige Antwort! Was wollt ihr mit euerm Unternehmen erreichen? Wie wollt ihr eurer Community durch eure Leistungen helfen bzw. welchen Mehrwert wollt und könnt ihr bieten?

    — Definiert eure Werte und eure Kultur
    In diesem Schritt mĂŒsst ihr nichts Neues aus dem Boden stampfen. Alle Antworten schlummern bereits in euch. Jetzt gilt es, diese ans Licht zu bringen und sie in Worte zu fassen, die allgemein verstĂ€ndlich und nachvollziehbar sind. Wir mĂŒssen auch hier nochmal darauf hinweisen: Es geht nicht darum, etwas zu verkaufen. Versucht euch die werblich klingenden Formulierungen zu verkneifen und fangt lieber mit umgangssprachlichen Begriffen an. Der Fokus sollte auf euch und eurer Weltanschauung liegen, macht euch in diesem Schritt noch keine Gedanken wie das fĂŒr andere klingt.

    — Findet eure Sprache
    Im AnknĂŒpfung an den obigen Punkt ist das Ziel nun eure individuelle Sprache festzulegen. Wie tretet ihr in der RealitĂ€t auf? Wie unterhaltet ihr euch in realen Dialogen? Analysiert diese Charakteristika und haltet sie schriftlich fest. So solltet ihr auch im digitalen Raum kommunizieren, da nur dadurch ein einheitliches und authentisches Bild von euch entstehen kann. Verstellt euch nicht, denn das wĂŒrden potentielle Kund*innen sofort erkennen. Interessent*innen sind heute viel kritischer als noch vor ein paar Jahren. Behaltet das in eurer Sprachwahl im Hinterkopf und versucht nicht zu tĂ€uschen. Es wĂŒrde sowieso scheitern.

    Zum Branding gehört natĂŒrlich noch viel mehr als diese genannten Punkte. Alles zu konkretisieren wĂŒrde jedoch den Rahmen dieses Artikels sprengen. Außerdem wĂŒrden wir uns gerne persönlich mit euch ĂŒber euer Branding unterhalten, denn ein derart individuelles Thema kann man nicht allgemeingĂŒltig darstellen.

    Die Speisekarte des Erfolgs

    Um euch die komplizierte Beziehung zwischen Branding und Marketing noch etwas zu verdeutlichen, haben wir hier die Speisekarte des Erfolgs fĂŒr euch.

    Heutiges Tagesgericht: Pommes mit Ketchup.

    Schritt fĂŒr Schritt zum Leibgericht

    Zusammenfassend lĂ€sst sich die komplizierte Beziehung zwischen Branding und Marketing also wie folgt erklĂ€ren: Ihr seid die Kartoffel. Aus euch stammen die Pommes. Das Ketchup lĂ€sst eure Pommes noch besser schmecken. Gehört doch zusammen, oder? 😋

    Wenn euch die Metapher nicht so zusagt, könnt ihr es ĂŒbrigens auch so unterscheiden: Branding beginnt mit B, Marketing beginnt mit M. B steht im Duden vor M. Deshalb sollte Branding auch immer vor dem Marketing stattfinden. Dabei gilt zu beachten, dass euer Branding mit einem einzigen Prozess der Markenentwicklung nicht abgeschlossen ist. Das ist es nie, denn Branding ist ein agiler Verlauf, der euch durch eure ganze Unternehmensgeschichte begleitet. Euer Fokus sollte also auf einem ersten Fundament eurer Markenentwicklung liegen, auf das ihr bauen und das gegebenenfalls erweitern könnt.

    Eine Grundlage schafft ihr durch euer individuelles Brand-Booklet. Dies bietet die Basis fĂŒr alle eure zukĂŒnftigen Kommunikationsmaßnahmen und fungiert als Briefing fĂŒr Professionals aus dem Bereich Grafikdesign, Webdesign, Content und mehr. Manche davon sind ĂŒbrigens Marketingprofis, die sich ĂŒber eure vorhergegangene Markenentwicklung mindestens genauso freuen, wie wir ĂŒber Pommes mit Ketchup. Haut rein!

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