Papier, Schrift & Co.

Wissenswertes von A – Z

Coated-Papier

Unter einem „Coated-Papier“ versteht man ein Material was eine beidseitig gestrichene Oberfläche besitzt. Das heißt, dass das Ausgangsmaterial mit einer pigmenthaltigen Masse bestrichen wurde.

Durch diese Bearbeitung der Oberfläche wirkt das Papier glatt und clean.

Nutzen

Selbstverständlich lässt sich eine Oberflächenbehandlung nicht einer spezifischen Branche zuordnen. Zu unterschiedlich sind die Anforderungen und individuell entwickelten Corporate Designs der Unternehmen. Man kann tendenziell sagen, dass die Art des Papiers häufig im reinen Business-Bereich verwendet wird. Denn in den meisten Fällen deckt sich die Firmenphilosophie mit der Wirkung die diese Oberfläche ausstrahlt. Sie ist klar und wirkt, auch in der matten Variante, oft „glänzender“ als „Uncoated-Papier“.

Das gestrichene Papier lässt sich in weitere verschiedene Untergruppen einteilen.

DIN-A-Format

Für ein proportional stimmiges Seitenverhältnis sorgt seit vielen Jahrzehnten das seit jeher bewährte und allseits bekannte DIN-Format. Das DIN-A4-Format ist hierbei wohl das Geläufigste.

Übersicht der DIN-A-Formate

  • DIN A0 841 x 1189 mm
  • DIN A1 594 x 841 mm
  • DIN A2 420 x 594 mm
  • DIN A3 297 x 420 mm
  • DIN A4 210 x 297 mm
  • DIN A5 148 x 210 mm
  • DIN A6 105 x 148 mm
  • DIN A7 74 x 105 mm
  • DIN A8 52 x 74 mm
  • DIN A9 37 x 52 mm
  • DIN A10 26 x 37 mm

Neben der Vielzahl von Abstufungen von DIN-A0 bis DIN-A10 steht bei der Entscheidung für das richtige Format noch zur Debatte egal ob DIN- oder Individual-Format, insofern es denn nicht quadratisch ist, ob die Gestaltung im Hoch- oder Querformat angelegt werden soll. Man kann kein pauschales Urteil fällen, aber tendenziell gelten Hochformate als eleganter und Querformate als gesetzter und ruhiger.

Farbe

Heraklit sagte einmal: „Das Sehen ist eine Täuschung“. Denn gäbe es das Licht nicht, wären Farben für den Menschen ebenfalls nicht sichtbar. Wir nehmen also erst durch das Licht die Farbe wahr. Dies ist auf einen physikalische Reiz zurück zu führen. Genauer genommen darauf, dass Lichtstrahlen auf das Auge treffen. Dort angekommen erreichen die, rein physikalisch gesehenen, elektromagnetischen Strahlen, die Nervenzellen des Auges. Da diese Strahlen elektromagnetische Wellen mit unterschiedlichen Wellenlängen sind, kommt es darauf an mit welcher Wellenlänge und Intensität sie das Auge erreichen. Denn nur ein kleiner Teil dieses gesamten Farbspektrums kann der Mensch wahrnehmen und eine entsprechende Farbempfindung bei ihm hervorrufen.

Farbtheorie

Es gibt bis heute viele geltende Farbtheorien. Beeindruckende Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft haben sich seit jeher mit den Besonderheiten der Farben auseinandergesetzt und ihre entsprechenden Theorien dazu entwickelt.

Farbwirkung

Farben erzeugen ihre Wirkung in vielerlei Art und Weise. Die Farbpsychologie und Farbsymbolik lässt hier somit aus gutem Grund allerlei Interpretationsspielraum. Jeder Mensch hat seine persönlichen Erfahrungen mit einzelnen Farben, was „zur Folge“ hat, dass er sie ganz individuell empfindet und er jeder einzelnen Farbe somit auch unterschiedlichster Bedeutung und Charaktereigenschaften bemessen kann. Hinzukommend ist zu sagen, dass diese persönlichen Erfahrungen bereits von einer über einen langen Zeitraum und sich kontinuierlich weiterentwickelnden Gesellschaft vorgeprägt sind. Zum Beispiel bringt ja bekanntlich in unseren Breitengraden die schwarze Katze das Unglück. Da die Welt aus unterschiedlichsten Kulturkreisen besteht, kann es sein, dass die Wertung und Interpretation einer Farbe woanders auch entsprechend anders ausfällt.

Wir möchten somit darauf hinweisen, dass die in einer Farbsymbolik angeführten Interpretationen der Farben nicht in Stein gemeißelt sind und als absolut gelten, sondern sie lediglich eine Orientierung, eine Tendenz aufzeigen.

Goldener Schnitt

Die Kenntnis über den goldenen Schnitt ist auch für einen Laien wissenswert. Zum Beispiel ist er unter anderem für Hobbyfotografen ein probates Mittel zum Aufbau eines proportional interessanten und angenehmen Bildes. Der goldene Schnitt ist ein überliefertes Proportionsgesetz welches auch über Jahrtausende hinweg nicht an Aktualität verloren hat. Auch heute noch wird seine Streckenaufteilung als besonders harmonisch und ästhetisch empfunden. Somit gehört er seit jeher für Architekten, Maler, Bildhauer, Typografen, etc. zum Standardrepertoire bei der Gestaltung.

Doch wie funktioniert die Regel?
Generell ist es so, dass das Verhältnis zweier Strecken zueinander mit 1:1,618 definiert wird. Oft verwendet man auch die grobe Faustformel 2:3 zu 1:3. Wenn man beispielsweise ein Papierformat nach dem goldenen Schnitt bestimmen möchte, muss man, angenommen die lange Seite soll eine Länge von 350 mm haben, diese durch 1,61 teilen. Hieße die kurze Seite müsste dazu im Verhältnis rund 217 mm lang sein.

Nutzen

Der goldene Schnitt bestimmt in vielerlei Hinsicht den Aufbau eines Layouts. Man verwendet ihn beim erstellen eines Webdesigns, bei der Gestaltung einer Magazinseite oder zum Beispiel beim Design eines Plakats. Wir könnten etliche Elemente aus dem Mediendesign aufzählen – der goldene Schnitt ist allgegenwärtig.

Papierformat

Die Wahl des Papierformats ist in erste Linie eine Frage des Nutzens und des Budgets. Möchte ich Flyer drucken die handlich sind, Plakate für Events im öffentlichen Raum erstellen oder vielleicht einen Folder mit Produktinformationen auf den Markt bringen.

Welche Formate unterstützen die Idee meines Corporate Designs am besten? Ist es ein DIN-A-Format oder ist es eventuell auch ein spezielles Format. Letzteres hat den Nachteil, dass die Druckmaschinen auf DIN-Formate aufgrund ihrer Normung optimal eingerichtet sind und somit ein individuelles Papierformat sehr viel Verschnitt produziert – dies kann die Druckkosten in die Höhe schnellen lassen.

Proof

Der sogenannte „Proof“ oder auch „Korrekturabzug“ ist ein wichtiger Bestandteil der Druckvorstufe. Bei der ursprünglichen und auch noch heute verwendeten Variante werden die gelieferten Druckdaten von der Druckerei zur Kontrolle aller Inhalte und voller technischer Funktionsfähigkeit der Daten einmal ausgedruckt. Da der Proof nicht farbecht sein muss, sondern der Fokus auf Fehlerfreiheit anderer Bestandteile liegt, gibt es heute zusätzlich auch die digitale Variante – den „Digitalproof“. Egal ob nun die Datei real ausgedruckt oder als Screen-Version vorliegt: Der Auftraggeber bekommt, bevor es in die Offsetdruckmaschine und somit in die Massenproduktion geht, diesen Proof zu sehen und muss sein Okay für die Musterdaten geben.

Nutzen

Dies wird zum einen gemacht um die Druckerei von Schaden, der nicht in ihrer Macht liegt, freizuhalten. Zum anderen erhält man als Auftraggeber die Sicherheit, dass die Daten technisch einwandfrei von der Druckerei verarbeiten werden können und sich bei der meistens als PDF-Dateien vorliegenden Daten keine Fehler eingeschlichen haben.

Schriftfamilie

Wie der Name bereits andeutet besitzen die meisten Schriftarten eine ganze Schriftfamilie. Das heißt, dass es zum Beispiel nicht nur Arial gibt, sondern viele Kinder von Arial existieren. Diese Kinder werden Schriftschnitt genannt. Hier gibt es vielerlei Abstufungen. Regular ist der normale Schnitt, Bold eine mit stärkerer Linienstärke versehende Variante der Schriftart und Italic ist ein kursiver Schriftschnitt der Familie. Hierbei gibt es je nach Schriftfamilie mal mehr und mal weniger Schriftschnitte.

Nutzen

Man kann sagen, dass Schriftfamilien mit vielen Schriftschnitten (5+) sich besser für Materialien in Branding, Design und Werbung eignen, als Familien mit weniger Schnitten. So lässt sich nämlich beim Gestalten in vielerlei Art von Medien, welche wiederum verschiedenster Anforderungen aufweisen, auf einen großen Pool von Schriftabstufungen zurückgreifen.

Serifen-, Serifenlose Schrift

Eine Schrift mit kleinen Endstrichen oder zusätzlichen Füßchen nennt man Serifenschrift. Wenn das Schriftbild dieses optische Merkmal nicht aufweist ist diese Schriftart eine serifenlose Schrift.

Dies ist eine grobe Kategorisierung, denn es entstehen zunehmend Schriften bei der die Zugehörigkeit nicht gänzlich klar ist.

Nutzen

Auch hier kann man nichts ausschließen oder eine Art der Schrift auf einen Nutzen definitiv festnageln. Man kann lediglich von Tendenzen sprechen, welcher Art der Schrift in welchem Kontext eher verwendet wird. Denn es hängt eben auch häufig von diesem jenen Kontext ab. So nutzt man vielleicht eher eine serifenlose Schrift für Headlines und kürzere Texte, da Schriften ohne Serifen schneller erfassbar sind und dazu neigen durch den schlichteren Duktus leichter lesbar den Inhalt transportieren zu können. Wiederrum werden zum Beispiel Romane oder Zeitungen oft mit einer Serifenschrift versehen, da wissenschaftliche Studien belegt haben, dass die Augen aufgrund der Serifen nicht so schnell ermüden.

Man kann aus gestalterischen Gesichtspunkten somit vorsichtig resümieren, dass generell weniger mehr ist und man somit meistens im Mediendesign insbesondere für Webdesigns, Magazine, Flyer, Poster, Inserate, etc. serifenlose Schrift verwendet.

Typografie

Die Typografie oder einfacher gesagt die Schrift, hat ein weitgefächerte Aufgabengebiet im Design. Sie soll Informationen gut lesbar darstellen und durch ihre Optik die Intention und den Inhalt unterstützen. Somit ist die Typografie wesentlicher Bestandteil um die Message von Marken zu transportieren und für das Image eines Unternehmens von zentraler Bedeutung.

Uncoated-Papier

Das sogenannte „Uncoated-Papier“ hat im Vergleich zum „Coated-Papier“ keine gestrichene Oberfläche – es wird daher auch „Ungestrichenes Papier“ genannt. Durch den nichtvorhandenen Strichauftrag fallen auch Naturpapiere unter dem Begriff „uncoated“.

Die Oberfläche ist offenporig und matt. Sie wirkt natürlich, zurückhaltend und hochwertig.

Nutzen

Ähnlich wie beim „Coated-Papier“ lässt sich hier keine klare Branchenzuordnung machen. Aufgrund der natürlichen Haptik wie Optik, lässt sich eine Tendenz entsprechend naturnaher Gewerbetreibende erkennen. Ein Bioladen oder Landschaftsarchitekt mit einer Visitenkarte aus gestrichenem Papier wirkt, rein von Außen betrachtet, vielleicht weniger authentisch als würden sie ungestrichenes Material für die Geschäftsdrucksorten verwenden. Man kann und darf das nicht pauschalisieren, dafür sind Geschäftsideen zu unterschiedlich, aber zweifellos ist die Richtung logischerweise naheliegend.

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