Wohnst du noch oder arbeitest du schon? | CUENCO
    Logo der Branding Agentur CUENCO
    Fotografie einer Frau, die im Bademantel in der Badewanne sitzt und Nudeln isst
    23. Februar 2021 |

    Wohnst du noch oder arbeitest du schon?

    Eine Wohnung mieten, die auch gewerblich genutzt werden darf und ein BĂŒro daraus machen. Was fĂŒr viele Startups und kleine Unternehmen bisher nicht ungewöhnlich war, ist nun auch in unser Privatleben eingekehrt. Wir teilen uns unsere Wohnungen mit verschiedenen neuen Mitbewohner*innen, wie dem zweiten Bildschirm, dem ergonomischen Stuhl und den noise-cancelling Kopfhörern, um die GerĂ€usche der conference calls unser Liebsten aus dem Nebenzimmer auszublenden.

    Weiterlesen [6 Minuten]

    Manche von uns bestreiten ihren Arbeitsalltag nun schon seit fast einem Jahr im Homeoffice. Tipps fĂŒr den Umgang mit der heimischen Arbeitssituation gibt es mindestens genauso lange.

    Wir haben die Homeoffice-Charakteristika nun einer Analyse in Sachen Vor- und Nachteile unterzogen:

    Setting

    Das Homeoffice ist seit dem letzten Jahr elementarer Bestandteil der Arbeitswelt. Insbesondere durch die Ermöglichung des Austauschen, trotz örtlicher Grenzen und der momentan wohl wichtigsten Tatsache, dem Schutz unserer Gesundheit, ist das Homeoffice unumgÀnglich geworden. Weitere Vorteile liegt in den wegfallenden langen Arbeitswegen sowie in der Möglichkeit, auch mit internationalen Partner*innen stets in Kontakt zu bleiben. Derzeit befinden sich alle in ihrem privaten Wohnraum, kaum jemand ist auf einer Dienstreise oder gar im Urlaub. Das erlaubt uns eine ganz neue Art des kollaborativen Arbeitens, bringt aber auch einige Nachteile mit sich.

    Ein großes Manko des Homeoffice, zumindest am Beginn der Pandemie letzten MĂ€rz, ist das mangelnde Equipment. Sowohl auf Seiten der Arbeitgeber*innen, als auch auf jener der Arbeitnehmer*innen war rasche Umstellung gefragt. Schnelles WLAN, gute Headphones oder ein privater Drucker waren da oft Mangelware. Wozu auch, hatte man doch alles im BĂŒro.

    Ein Jahr spĂ€ter sieht das Urteil nun ganz anders aus: BerufstĂ€tige haben sich mit der Arbeitssituation angefreundet und wollen in Zukunft zumindest die Möglichkeit zur Arbeit aus den eigenen vier WĂ€nden beibehalten. Ein derartiges Hybridmodell wird sich auf lange Sicht wohl durchsetzen, wenn man Umfrageergebnisse von Arbeitnehmer*innen in Großbritannien berĂŒcksichtigt, von denen fast 50% ihren Job aufgeben wĂŒrden, wenn die Option des Homeoffice nach der Pandemie eingestellt wird. In Österreich zeigt sich ein Ă€hnliches Bild: 80% der arbeitenden Bevölkerung erwartet nach der RĂŒckkehr in die NormalitĂ€t weiterhin ein Homeoffice-Angebot im Job.

    Arbeitsleistung

    »Hast du einen Moment?« Fragen wie diese sind der Klassiker fĂŒr Unterbrechungen der Schaffensprozesse im BĂŒro. Vorgesetzte wollen etwas abklĂ€ren, Kolleg*innen haben eine Frage oder der abteilungseigene Kopierer spielt wieder verrĂŒckt. Komplette Abschottung gelingt im Office nur selten, das Erreichen eines Tunnels ebensowenig.

    // Tunnel: (auch Flow genannt) Zustand völliger Konzentration bzw. Eintauchen in eine TÀtigkeit, die sich wie von selbst erledigt

    Das Homeoffice bietet also die ideale Ausgangssituation fĂŒr den Tunnel, richtig? Ja, vorausgesetzt man lebt alleine, hat weder Kinder, noch tierische Kinder und am besten sehr ruhige Nachbar*innen. Sonst treten auch Zuhause Situationen wie diese auf. Da klingen sie dann eher so: »Mamaaaaaa Hungeeeeer«, »Papa, komm schnell!«, »Schau mal auf den Putzplan, du bist mit Staubsaugen dran!« oder ein schlichtes »Miau.«, das ĂŒbersetzt so viel bedeutet wie »Bediene mich, Mensch!«.

    Teambuilding

    Auch in Bezug auf das Teambuilding zeigen sich im Homeoffice unterschiedliche VorzĂŒge und Defizite. Der deutliche Vorteil des Teambuildings in der BlĂŒtezeit des Homeoffice liegt in der Tatsache, dass virtuelle Events nicht lange im Vorhinein geplant werden mĂŒssen und keinen großen Aufwand voraussetzen. Austauschprozesse können abteilungsĂŒbergreifend und ĂŒber alle Grenzen hinweg stattfinden. KaffeekrĂ€nzchen gibt es nicht mehr nur mit wenigen Personen in der viel zu kleinen BĂŒrokĂŒche, sondern mit dem ganzen Team im virtuellen Raum. DiesbezĂŒglich sind wir auf verschiedenste Möglichkeiten gestoßen. Angefangen von einem „gemeinsamen“ Mittagessen bei dem alle eine Lieferservice-Pizza erhalten, bis hin zu virtuellen Team Challenges bleiben keine WĂŒnsche offen.

    Trotz aller Nutzungsvarianten des technischen Fortschritts muss gesagt werden, dass reale Sozialkontakte nicht einfach ersetzt werden können. Gewisse Verbindungen kann man nur herstellen, wenn man sich physisch zur selben Zeit am selben Ort befindet. Da bei uns das Glas aber immer halbvoll ist, fĂŒgen wir hinzu: Es gibt eine Zeit nach der Pandemie, in der wir getrost in unsere BĂŒros zurĂŒckkehren können und gleichzeitig den Umgang mit Homeoffice-Phasen perfektioniert haben. Best of both worlds sozusagen.

    Stimmung

    GrundsĂ€tzlich ist die Stimmung gegenĂŒber dem Von-Zuhause-arbeiten also gut. Die FlexibilitĂ€t, die durch das Homeoffice geschaffen wird, ist mit dem traditionellen Arbeitskontext nicht zu vergleichen. In einer Zeit der stetigen Ungewissheit ist vielen Unternehmen klar geworden, dass es nicht darauf ankommt die Stunden zu fĂŒllen, sondern die offen stehenden Aufgaben effizient umzusetzen. Das allgemeine Denken geht weg vom 9-to-5-Modell, hin zu einem agilen Ansatz in dem es vorrangig darum geht, geplante Leistungen ökonomisch zu erbringen und aktives Selbstmanagement zu betreiben. Am einfachsten fĂ€llt dies natĂŒrlich in Unternehmen mit bereits geltenden Gleitzeit-Bestimmungen.

    DemgegenĂŒber bietet der Leistungsgedanke viel Potential fĂŒr ein negatives Empfinden der agilen Arbeitssituationen. So wie im normalen BĂŒroalltag auch, kommt es Zuhause zu LeerlĂ€ufen. Es fehlt Feedback, Kolleg*innen sind gerade nicht erreichbar oder die grauen Zellen sind durch die Ereignisse der letzten Monate manchmal einfach erschöpft. Am Ende des Arbeitstages hat man gegenĂŒber den Vorgesetzten dennoch Ablieferungsdruck. Im Office wĂ€ren diese ÜberbrĂŒckungsphasen vielleicht nicht so aufgefallen, da eine ausgedehnte Mittagspause oder ein kurzer Plausch mit den Mitarbeitenden zur Kultur gehören.

    Negativ ist Positiv

    Zusammenfassend wird in Punkto Homeoffice deutlich, dass sich Negatives schnell zu Positivem wenden kann. Remote work und agile Arbeitsmodelle sind im 21. Jahrhundert angekommen und zĂ€hlen nun zur NormalitĂ€t. WĂ€re die Pandemie nicht zum globalen Problem geworden, hĂ€tte sich diese Art der Zusammenarbeit nur schleppend durchgesetzt. Eine Krise ist demnach nicht nur schlecht. Im Gegenteil, sie hat uns gezwungen umzudenken. Ein Schritt, von dem wir langfristig garantiert profitieren werden. Besonders in den kreativen Berufen bringt ein Perspektiven- bzw. Location-Wechsel oft die zĂŒndende Idee fĂŒr eine neue Schaffung.

    Die Pros und Cons auf einen Blick

    Das Meeting eures Lebens

    Das Meeting eures Lebens

    Lange Diskussionen ohne konkreten Outcome, unverschĂ€mtes Überziehen der geplanten Meetingzeit, unnötige Aussprachen ĂŒber Dinge, die auch per Mail oder per Slack geklĂ€rt werden können.

    mehr lesen
    Zeit fĂŒr ein Rebranding? Eine Checkliste

    Zeit fĂŒr ein Rebranding? Eine Checkliste

    Euer Branding ist erfolgreich, aber ihr seid der Meinung ein Rebranding wĂŒrde euren Auftritt noch verbessern? Nicht unbedingt! Rebrandings sollten nicht eingesetzt werden, wenn das Vorhandene eine passende Fundierung bietet.

    mehr lesen
    NewsflĂ€sh Vom HĂŒgel

    NewsflĂ€sh Vom HĂŒgel

    Als Kind wollte sie BlumenpflĂŒckerin werden. Und heute? Macht sie genau das. Margrit De Colle hat sich ihren Traum erfĂŒllt und ist die erste BIO BlumenbĂ€uerin Österreichs.

    mehr lesen
    Brand Sprint 101

    Brand Sprint 101

    Der Brand Sprint ist unser Vorzeigeprodukt. Wir haben viel Leidenschaft und harte Arbeit in diesen Workshop gesteckt, um euch eine Form der Zusammenarbeit zu bieten, die sich durch höchste QualitÀt auszeichnet.

    mehr lesen
    Die Schokolinsen der Branding-Branche

    Die Schokolinsen der Branding-Branche

    Marko Hirschnigg und Mirco DĂŒsterhöft. Das sind sie, die Gesichter hinter CUENCO. Manche nennen sie die CUENCOs, durch ihre Vornamen-Kombination liegt auch die Anlehnung an eine bekannte Schokolinsen-Marke nahe. Laut eigenen Aussagen sind sie, zumindest geistlich, eher mit Doc Brown aus ZurĂŒck in die Zukunft verwandt, wobei auch immer eine einer Prise Gandalf mitschwingt. 😉

    mehr lesen