Welcome to the Hunger Games – Agentur für Strategie | CUENCO
Fotografie einer Frau, die im Bademantel in der Badewanne sitzt und Nudeln isst
16. Februar 2021 |

Welcome to the Hunger Games

Es ist wieder Fastenzeit. Für manche von uns ist das möglicherweise eine absolut irrelevante Information. Aber hey, nicht so schnell! Wir erzählen euch gerne, warum wir die Fastenzeit sinnvoll finden und weshalb sie rein gar nichts mit religiösen Absichten zu tun haben muss:

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Schnelllebigkeit, statt bewusster Entschleunigung

So gestaltet sich unser Alltag. Trotz Pandemie und Lockdown kommen nur die Wenigsten von uns zur Ruhe. Das ist der Tatsache geschuldet, dass Wohnraum und Arbeitsbereich immer mehr verschmelzen und wir keine bewusste Trennung mehr zwischen Arbeit und Freizeit machen. Work-Life-Balance? Ausbaufähig. Durch den Mangel an Routine in Kombination mit einem quasi nicht vorhandenen Sozialleben entstehen potentiell weitere negative Folgen, wie ein totaler Rückzug oder die ausbleibende Pflege der körperlichen und psychischen Gesundheit.

Genau um diese Pflege kann es in der Fastenzeit gehen. Vierzig Tage sind kein lebenseinschneidender Zeitraum. Sie bieten euch lediglich einen Richtwert, einen Anfang und ein Ende. Oft wird behauptet, es dauert 30 Tage um gewissen Handlungsweisen in die eigene Routine aufzunehmen. Das ist ein Mythos. Studien haben gezeigt, dass es die unterschiedlichsten Ausprägungen gibt, wenn es darum geht wann Personen Handlungen in Gewohnheiten verwandeln. Ein Grund mehr auszuprobieren, wie lange es bei euch dauert und wie es euch dabei geht.

Körperliche Gesundheit: Fasten ≠ Fasten

Das Fasten von dem wir hier sprechen ist keine Fastenkur per se. Im Gegenteil, es geht um den bewussten Fokus auf das Wesentliche. Das Schätzen des Vorhandenen in einer Welt voller unnötigem Überfluss. Zusätzlich kann es einen Einstieg in eine dauerhafte Umstellung der eigenen Ernährungsgewohnheiten bieten. Verzicht soll dabei keine Einschränkung sein, sondern eine positive Auswirkung liefern. Man kann also nicht nur sich selbst etwas Gutes tun, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt nehmen.

Fasten muss demnach nicht Intervall- bzw. Basenfasten, Schroth-Kur oder Entgiftung heißen. Es kann bedeuten, dass ihr beim Einkaufen darauf achtet, ob das Gemüse, das ihr mit nach Hause nehmen wollt, gerade Saison hat oder ob ihr die importierten, exotischen Früchte wirklich in eurem Müsli braucht. Es kann auch bedeuten, dass ihr auf den täglichen Schokoriegel vor dem Fernseher, auf den sechsten Kaffee im Büro oder auf die dick belegte Wurstsemmel in der Mittagspause verzichtet.

Ihr fastet also Überfluss. Wie auch immer ihr das gestalten wollt, die Hauptsache dabei ist euer persönliches Wohlbefinden und eine ausreichende Nährstoffzufuhr.

Psychische Gesundheit: Technische Giftköder

Apropos bewusster Verzicht: Habt ihr schon einmal daran gedacht alle Kommunikations-Apps auf eurem Handy zu löschen? Genau, wir meinen Instagram, Mails und Co. Ohne Ausnahme. Zugegeben, auch wir haben diesen drastischen Schritt noch nicht geschafft. Den weihnachtlichen Betriebsurlaub haben wir jedoch für eine zehntägige Social Media Pause genutzt und sind erholt zurückgekehrt. Das Highlight-Reel der Socials und die ständige Erreichbarkeit haben nachweislich negative Effekte auf unsere psychische Gesundheit. Die technischen Giftköder locken uns mit ihren bunten Bildern oder eindringlichen Signaltönen und fressen kostbare Minuten unseres Tages.

Wir erkennen natürlich die Ironie uns hier gegen Social Media zu äußern, obwohl wir selbst viel Zeit dort verbringen. Das tun wir auch gerne, doch manchmal ist so ein Ausbruch aus der digitalen Welt dennoch wie Balsam für die Seele. Für alles was im beruflichen Kontext nicht relevant ist, empfehlen wir also in nächster Zeit etwas kürzer zu treten und euch bewusst herauszunehmen. Die anhaltende Pandemie liefert schon genug negative Vibes für die Psyche.

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